LEBENSFREUDE - Die Kinder glücklich sehen
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"Ich möchte den Glauben verkünden und die Kinder einfach nur glücklich sehen. Das war auch Don Boscos größter Wunsch." |
DIE ELTERN VON MICHAEL SCHMITZ erhalten regelmäßig das Don-Bosco-Magazin. Mit großem Interesse liest Michael als Jugendlicher die „Berichte aus der Mission“. Das Arbeiten in einem fremden Land mit fremder Kultur und fremder Sprache fasziniert ihn. In ihm wächst der Wunsch in der Entwicklungshilfe zu arbeiten. Trotzdem macht er nach der Schule erst einmal eine Gärtnerlehre. Doch die Gedanken an die Arbeit in der Mission drehen sich weiter. Ohne große „Zwischenstops“ verfolgt er diese Idee. Er hat früh Feuer gefangen. Mit 24 Jahren ist er sich sicher, dass er als Ordensbruder nach Afrika gehen will. Er erzählt von seinen damaligen überlegungen: „Afrika war für mich kein Abenteuer oder der Wunsch aus Deutschland zu fliehen. Der Orden bot für mich die Möglichkeit meinen Glauben und meinen Wunsch in der Mission zu arbeiten zu verbinden. Dass die Wahl auf die Salesianer Don Boscos gefallen ist, liegt an ihrer allumfassenden Sorge um die jungen Menschen.“ Warum er gerade Bruder geworden ist, kann er klar beantworten: „Ich fühlte mich einfach nicht zum Priester berufen und ich hatte ja auch eine berufliche Ausbildung abgeschlossen.“ Zu Beginn seiner Ordenszeit ist Bruder Michael noch in Deutschland, doch 1996 übernehmen die Deutsche und die Österreichische Provinz gemeinsam ein Afrika- Projekt in Ghana, für das er eingesetzt wird. Seitdem lebt er in der Gemeinschaft der Salesianer Don Boscos in Odumase, Sunyani. Dort leitet er den Jugendtreff „Offene Tür“, zu dem täglich etwa 150 Kinder und Jugendliche aller Glaubensrichtungen kommen. Voller Begeisterung erzählt er von „seinen“ Kindern: „Wir malen und spielen Fußball und ich erzähle ihnen vom Glauben und von Gott.“ Man spürt, dass Br. Michael Schmitz mit Leib und Seele seine Berufung lebt: „Für mich ist das wie eine Familie, nur in größerer Dimension. Ich fühle mich oft als Vater für unsere Kinder hier.“ Lachend verrät er seinen Spitznamen, den ihm die Kinder gegeben haben: „Jeder hat hier einen Spitznamen. Mich nennen sie ‚Obolo’. Das bedeutet: ‚Dicker Mann’ oder ‚Starker Mann’.“
| Bruder Michael Schmitz ist durch und durch salesianischer Ordensmann. Er liebt seine Kinder in Ghana. Dort leitet er den Jugendtreff „Offene Tür“, zu dem täglich 150 Kinder und Jugendliche aus der Umgebung kommen. Er erlebt in Afrika eine freudige Kirche. Die Menschen singen und tanzen stundenlang begeistert im Gottesdienst. |