"Herr, gib mir Menschen, alles andere nimm!" Dieses Leitwort Don Boscos drückt den Kern seines Anliegens als Priester und Erzieher aus. Ihm lag die Sorge um den ganzen Menschen am Herzen. Die Jugendlichen sollten durch sein Wirken lernen, gute Menschen und gute Christen zu werden, sie sollten Wohlergehen an Leib und Seele spüren.
Um diesem Anliegen gerecht werden zu können, leben die Salesianer als Priester, Diakone und Brüder in einer geistlichen Lebens-, Gebets-, und Arbeitsgemeinschaft. Als Ordensleute versprechen sie die sogenannten evangelischen Räte: Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam. Damit wollen sie für ihren Dienst an den Menschen besonders verfügbar sein und beispielhaft vorleben, dass die Beziehung zu Christus frei macht von Anhänglichkeit und Abhängigkeiten.
Das Leben des Priesters hat seine Mitte und seine Quelle in der Feier der Eucharistie. Hier bezeugt er den Menschen die Gegenwart Christi in unserem Leben, von hier aus werden Leben, Arbeit und Freizeit genährt und durchatmet. Die besondere Hinwendung Don Boscos zu jungen Menschen prägt auch das Leben der Salesianerpriester. So arbeiten sie zum Beispiel als Erzieher, als Lehrer, als Jugendseelsorger, in der Medienarbeit u.ä.
Als Priester erschließen sie den Menschen auch die Kirche als den Ort, an dem und durch den Gott zu den Menschen kommt und als der Treue bei ihnen bleibt. Und sie bezeugen dabei einen Gott, der vor allem ein Freund der Jugend, besonders auch der ärmeren jungen Menschen ist.
"Die Kirche ist jung" hat Papst Benedikt XVI. bei seinem Amtsantritt gesagt. Dieser jugendlichen Dynamik der Kirche fühlen sich die Salesianerpriester besonders verpflichtet. Im Dienst an den Sakramenten und in der Verkündigung des Wortes Gottes wollen sie das Leben des Auferstandenen in der Welt bekunden. Nichts lag ihrem Gründer Don Bosco mehr am Herzen als die jungen Menschen erfahren zu lassen, dass der Glaube an Christus befreit zu einem Leben als Kind Gottes.
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