DIENER SEIN - Den Glauben mit anderen teilen
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"Hier bei den Salesianern diene ich der ganzheiltichen Entwicklung junger Menschen - das erfüllt mich!" |
HEUTE KANN MATTHIAS BOGOSLAWSKI das Wichtigste in seinem Leben als Salesianerdiakon ganz klar benennen: „Für mich gibt es drei Quellen aus denen ich Kraft schöpfen kann und die mir als Salesianer wichtig sind: Der Kontakt mit Gott steht dabei an erster Stelle. Die zweite Quelle ist der Kontakt mit Kindern und nicht zuletzt die Gemeinschaft mit den Mitbrüdern und der Don-Bosco-Familie.“ Auf seinem Berufungsweg hatte Matthias Bogoslawski so eindeutige Antworten nicht: Er wächst in der ehemaligen DDr auf. Dort erlebt er als Kind nachteile und Ablehnung, weil in seiner Familie der Glaube gelebt wird. Ihm wird der Zutritt zum Gymnasium verweigert. nach der Schule beginnt er eine kirchliche Ausbildung als Krankenpfleger. Die Hilfsbedürftigkeit der Menschen geht ihm nahe. Schnell steht für ihn fest, dass vor allem die Arbeit mit behinderten Jugendlichen sein Weg sein wird. „Aus der Lebensfreude, die diese jungen Menschen trotz ihres Leidens ausstrahlen, schöpfte ich Kraft und lernte von ihnen, dass man sich nicht unterkriegen lassen darf“, erzählt Diakon Bogoslawski. Diese Erfahrungen mit dem Glauben und benachteiligten jungen Menschen sieht er heute als den Anfang und die Wurzel seiner Berufung zum Salesianer und insbesondere zum Diakon. Doch zunächst hat er einen ganz anderen Lebensplan: Beruf, Ehe und Familie. Doch er stellt fest, dass ihn das letztendlich nicht erfüllt – er will ganz für andere Menschen und für Gott da sein. Die Suche für Matthias Bogoslawski setzt sich noch lange fort. Es ist ihm zu wenig als Christ nur für sich allein zu leben. So wächst in ihm der Wunsch einer verbindlichen Gemeinschaft beizutreten und seinen Glauben mit anderen zu teilen. Er macht sich auf die Suche nach einem Orden, der ihm entspricht. Ein Krankenpflegeorden wäre auch etwas für ihn gewesen. Erst später stellt er für sich fest, dass es die Gemeinschaft der Salesianer ist, wonach er gesucht hat – ein Leben in geistlicher Gemeinschaft im Dienst an der Jugend. Bereits im noviziat entdeckt er für sich die Berufung zum Diakon: „Die grundlegende Spiritualität der Diakone ist es, die mir so zusagt. Diakon sein bedeutet „Diener sein“. Hier bei den Salesianern diene ich der Jugend. Und das ist es doch, was Don Bosco wollte.“ Für dieses Leben musste er einiges aufgeben. Er erinnert sich an die Zeit der Entscheidung: „Es war am Anfang schon ein eigenartiges Gefühl, vor allem weil viele meiner Freunde meinen Schritt nicht wirklich verstehen konnten.“ Doch heute ist er stolz auf seine klare Entscheidung.
| Matthias Bogoslawski wurde im Juni 2005 zum ständigen Diakon geweiht. Heute lebt er in der Gemeinschaft der Salesianer Don Boscos in Hannover, wirkt dort als Schulseelsorger an einer kath. Hauptund Realschule und arbeitet in der Pfarrei als Jugendseelsorger mit. Sein „Diener sein“ als Diakon sieht er im Dienst an den Jugendlichen voll erfüllt. |