WELTOFFEN - Es geht wirklich um junge Leute
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"In den jungen Menschen das Bedürfnis nach Gespräch, nach Halt und Lebenssinn zu erkennen und zu wecken, sehe ich als eine meiner Hauptaufgaben und auch als meine Berufung." |
WAS MIR AN DEN SALESIANERN zuerst auffiel, war ihre freundliche, unvoreingenommene, weltoffene Art“, erinnert sich Michael Krämer. Er lernte den Orden als junger Mann im Aktionszentrum in Benediktbeuern kennen. „Ich hatte den Eindruck, dass ich wichtig bin, dass die sich hier wirklich für junge Leute interessieren und dass sie nicht so „überfromm“ sind“. Michael Krämer macht zunächst eine Ausbildung zum Erzieher. Später will er seinen Beruf im kirchlichen Dienst ausüben. Der Glaube ist ihm wichtig und er merkt, dass seine erzieherische Tätigkeit in einem religiösen Kontext eine ganz andere Qualität haben kann. Von Zweifeln auf seinem Weg zum Ordensmann kann Michael Krämer durchaus berichten: „Kurz vor der zeitlichen Profess bekam ich auf einmal Angst und zweifelte an meiner Entscheidung. Ich hab´ mir dann vorgenommen, dass ich es bleiben lasse, wenn ich zu einem bestimmten Zeitpunkt immer noch wackle.“ Schwierig ist die Entscheidung für ihn vor allem, weil seine Freunde sehr überrascht und mit Unverständnis reagieren. Ihm ist aber wichtig, die Freundschaften zu erhalten. Kurzerhand lädt er seine Freunde ein, um die Salesianer Don Bosocos kennenzulernen. „Da haben sie gesehen, dass wir hier ganz normal leben und nicht nur den ganzen Tag in der Kirche verbringen“. Mit 23 Jahren tritt Michael Krämer in den Orden ein, nach acht Jahren wird er zum Diakon geweiht. Seine Freunde lernen mit der veränderten Situation umzugehen und kommen heute gern vorbei. Für manche ist Diakon Krämer auch Anlauf- und Beratungsstelle bei Sorgen und Problemen geworden. Gerne nimmt er diese Aufgabe wahr. Beruflich ist er ganz für die jungen Menschen da. Seit seinem Sozialpädagogikstudium arbeitet Diakon Krämer hauptsächlich mit lernbehinderten Jugendlichen. Seine sozialarbeiterische und seelsorgliche Tätigkeit sieht er auch als originär diakonische Aufgabe. „Ich wollte für mich das richtige finden und bin mir jetzt sicher, dass das geklappt hat“.
| Diakon Michael Krämer ist Bereichsleiter im Internat des Berufsbildungswerks in Würzburg und betreut junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf. „Man lebt hier zwar in einer Gemeinschaft, aber hat viel Freiheit und Verantwortung für sein eigenes Handeln. Damit muss man auch erst lernen umzugehen.“, erzählt Michael Krämer aus seinem täglichen Leben im Orden. |